Working Capital & Supply Chain Finance

Was ist Cash Conversion Cycle Management?

Cash Conversion Cycle Management bezeichnet die gezielte Steuerung der Faktoren, die bestimmen, wie lange Kapital im operativen Geschäftszyklus eines Unternehmens gebunden ist. Ziel ist es, den Cash Conversion Cycle zu optimieren und dadurch Liquidität und Cashflow zu verbessern.

Ausgangspunkt ist die Formel:

Cash Conversion Cycle = DIO + DSO – DPO

Unternehmen können deshalb an drei zentralen Stellhebeln ansetzen:

  1. DIO reduzieren:
    Lagerbestände und Produktionszyklen effizienter steuern, um Kapital nicht unnötig lange im Bestand zu binden.
  2. DSO reduzieren:
    Forderungsmanagement verbessern und Zahlungseingänge beschleunigen, damit Umsatz schneller in Liquidität umgewandelt wird.
  3. DPO optimieren:
    Lieferantenverbindlichkeiten und Zahlungsziele effizient steuern, ohne Lieferantenbeziehungen oder Versorgungssicherheit zu gefährden.

Cash Conversion Cycle Management ist damit ein wichtiger Bestandteil des Working Capital Managements. Es betrachtet nicht nur einzelne Bilanzpositionen, sondern den gesamten Zeitraum, in dem Liquidität im operativen Geschäftsprozess gebunden ist.

Besonders relevant ist der Cash Conversion Cycle für Unternehmen mit langen Lieferketten, hohen Lagerbeständen oder langen Zahlungszielen. Eine Verbesserung des CCC kann zusätzliches Kapital freisetzen, ohne dass das Unternehmen zwangsläufig zusätzliches Fremdkapital aufnehmen muss.

Kurz gesagt: Cash Conversion Cycle Management zielt darauf ab, den Zeitraum zwischen der Zahlung an Lieferanten und dem Zahlungseingang von Kunden zu optimieren.