Working Capital & Supply Chain Finance
Was ist der Cash Conversion Cycle?
Der Cash Conversion Cycle (CCC) misst, wie lange Kapital durchschnittlich im operativen Geschäftszyklus eines Unternehmens gebunden ist. Er beschreibt den Zeitraum zwischen der Bezahlung von Lieferanten und dem Zahlungseingang von Kunden.
Der Cash Conversion Cycle wird üblicherweise aus drei Kennzahlen berechnet: CCC = DIO + DSO – DPO
Dabei steht:
- DIO (Days Inventory Outstanding): Wie viele Tage Kapital durchschnittlich in den Lagerbeständen gebunden ist.
- DSO (Days Sales Outstanding): Wie viele Tage zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang eines Kunden liegen.
- DPO (Days Payable Outstanding): Wie viele Tage das Unternehmen durchschnittlich für die Bezahlung seiner Lieferanten benötigt.
Ein Beispiel: Liegt der DIO bei 40 Tagen, der DSO bei 50 Tagen und der DPO bei 45 Tagen, beträgt der Cash Conversion Cycle 45 Tage.
Ein kürzerer Cash Conversion Cycle bedeutet grundsätzlich, dass Kapital schneller durch den operativen Geschäftszyklus fließt. Unternehmen können den CCC beispielsweise durch effizienteres Bestandsmanagement, schnelleres Forderungsmanagement oder eine optimierte Steuerung von Lieferantenverbindlichkeiten beeinflussen.
Der Cash Conversion Cycle ist deshalb eine zentrale Kennzahl für Working Capital Management und Liquiditätssteuerung.
Kurz gesagt: Der Cash Conversion Cycle zeigt, wie viele Tage Kapital im operativen Geschäftszyklus eines Unternehmens gebunden ist.