Working Capital & Supply Chain Finance

Was ist Working Capital Financing?

Working Capital Financing bezeichnet die Finanzierung des kurzfristigen Kapitalbedarfs, der durch das operative Geschäft eines Unternehmens entsteht. Dazu gehören insbesondere die Finanzierung von Forderungen, Vorräten und anderen kurzfristig gebundenen Vermögenswerten.

Der Finanzierungsbedarf entsteht beispielsweise, wenn ein Unternehmen Waren einkauft, diese produziert oder verkauft, aber die Zahlung des Kunden erst zu einem späteren Zeitpunkt erhält. In dieser Zeit muss das Unternehmen die entstehende Kapitalbindung finanzieren.

Zu den möglichen Formen der Working-Capital-Finanzierung gehören unter anderem:

  • Factoring und Forderungsfinanzierung
  • Supply Chain Finance und Reverse Factoring
  • Lager- und Bestandsfinanzierung
  • Betriebsmittelkredite
  • revolvierende Kreditlinien
  • weitere kurzfristige Finanzierungsinstrumente

Working Capital Financing unterscheidet sich damit vom klassischen langfristigen Investitionskredit. Die Finanzierung ist stärker an den operativen Geschäftszyklus und kurzfristige Zahlungsströme gekoppelt.

Für Unternehmen kann Working Capital Financing dazu beitragen, Liquiditätsengpässe zu vermeiden, Wachstum zu finanzieren oder Kapitalbindung im operativen Geschäft gezielt zu steuern.

Kurz gesagt: Working Capital Financing stellt die finanziellen Mittel bereit, die Unternehmen benötigen, um die Kapitalbindung aus ihrem laufenden Geschäft zu überbrücken und zu steuern.