Working Capital & Supply Chain Finance

Was ist Working Capital?

Working Capital bezeichnet das kurzfristig im operativen Geschäft eines Unternehmens gebundene Kapital. Vereinfacht wird es als Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten berechnet. Im operativen Working-Capital-Verständnis stehen dabei insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräte und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten im Mittelpunkt.

Working Capital zeigt, wie viel Kapital ein Unternehmen benötigt, um sein laufendes Geschäft zu finanzieren. Werden beispielsweise Waren eingekauft, bevor die entsprechenden Produkte verkauft und die Kundenrechnungen bezahlt sind, entsteht eine Kapitalbindung. Gleichzeitig reduzieren lange Zahlungsziele gegenüber Lieferanten das gebundene Kapital.

Ein positives Working Capital bedeutet grundsätzlich, dass das Umlaufvermögen die kurzfristigen Verbindlichkeiten übersteigt. Ein negatives Working Capital kann dagegen beispielsweise entstehen, wenn ein Unternehmen seine Lieferanten später bezahlt, als es selbst Geld von seinen Kunden erhält. Die Aussagekraft hängt allerdings stark vom Geschäftsmodell und der Branche ab.

Für Unternehmen ist Working Capital deshalb eng mit Liquidität, Cashflow und Finanzierung verbunden. Ziel des Working Capital Managements ist es, die Kapitalbindung im operativen Geschäft effizient zu steuern und unnötig gebundenes Kapital freizusetzen.

Kurz gesagt: Working Capital zeigt, wie viel Kapital im laufenden Geschäft gebunden ist und finanziert werden muss.