Working Capital & Supply Chain Finance
Was ist Working Capital Management?
Working Capital Management bezeichnet die Planung, Steuerung und Optimierung des kurzfristig im operativen Geschäft gebundenen Kapitals. Ziel ist es, die Kapitalbindung zu reduzieren, die Liquidität zu verbessern und gleichzeitig die operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen.
Im Mittelpunkt stehen typischerweise drei Bereiche:
- Forderungen: Wie schnell bezahlen Kunden ihre Rechnungen?
- Vorräte: Wie viel Kapital ist in Rohstoffen, Waren und Fertigprodukten gebunden?
- Verbindlichkeiten: Wie lange nutzt das Unternehmen die vereinbarten Zahlungsziele gegenüber seinen Lieferanten?
Diese Bereiche werden häufig über Kennzahlen wie DSO (Days Sales Outstanding), DIO (Days Inventory Outstanding) und DPO (Days Payable Outstanding) gesteuert. Zusammen beeinflussen sie den Cash Conversion Cycle und damit die Zeit, die Kapital im operativen Geschäftszyklus gebunden ist.
Ein effektives Working Capital Management verfolgt dabei nicht einfach das Ziel, das Working Capital so weit wie möglich zu reduzieren. Entscheidend ist vielmehr ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Liquidität, Kosten, Lieferanten- und Kundenbeziehungen sowie operativer Resilienz.
Zu den möglichen Maßnahmen gehören beispielsweise ein effizienteres Forderungsmanagement, die Optimierung von Lagerbeständen, die Anpassung von Zahlungszielen oder der Einsatz von Working-Capital-Finanzierungen und Supply-Chain-Finance-Lösungen.
Kurz gesagt: Working Capital Management sorgt dafür, dass ein Unternehmen sein operatives Geschäft mit möglichst wenig unnötig gebundenem Kapital finanziert.